Warum die “Prinzessin auf der Erbse” kein österreichisches Märchen sein kann

Von Zeit zu Zeit teile ich im Weblog ja auch meine Erfahrungen damit, wie es so ist an der Grenze der bayerisch-deutschen und österreichischen Kulturen zu leben. Und was man in Österreich ganz sicher nicht “macht” ist, wenn man Übernachtungsgast ist, auf die Frage nach dem Schlaf in irgendeiner Weise so zu antworten, dass der Gastgeber das verübeln könnte. Das heißt: Natürlich wird in österreichischen Betten immer sehr gut und tief geschlafen!

Und damit ist klar, warum die “Prinzessin auf der Erbse” das denkbar un-österreichischste deutschsprachige Märchen ist, dass es wohl gibt. (Und eigentlich dachte ich ja, es sei einer der Grimms’ Märchen. Denkste! Es ist vom Dänen Andersen. Also ist es auch nur eine Übersetzung. Und überhaupt: Hans-Christian Andersen lebte ja auch reichlich weit weg von Österreich!). …:

Am Morgen wurde sie gefragt, wie sie gesehlafen (sic!) hätte.

»Oh, entsetzlich schlecht!« sagte die Prinzessin. »Ich habe fast die ganze Nacht kein Auge geschlossen! Gott weiß, was in meinem Bett gewesen ist. Ich habe auf etwas Hartem gelegen, so daß ich am ganzen Körper ganz braun und blau bin! Es ist ganz entsetzlich!«

(Zitat nach Projekt Gutenberg – Hans Christian Andersen – Die Prinzessin auf der Erbse)

erbse

 

Inverse Blended Learning – Why we need this and how we try it

Martin Ebner and I prepare a MOOC about Free Learning with the Web in German language at the imoox.at platform. It will be of course an OER course (CC BY), but what is even more challenging: The target group are people with some or even less Internet know-how without any e-learning background.
Thinking about the consequences on how we may adress them (not only before, but even while the course) and not being limited on the pure online aspect, we are developing a “inverse blended learning” scenario. We will bring the open online course more into the “concrete”, “practical” and “real” surrounding and context of the learners. (And we are sure that this is not only interesting for our “very special target group”).

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Our first ideas are:

  • Delivering a .pdf for own print, but also printed versions (for free) in local organisations (in German speaking countries). Following the idea that people need some additional learning material we will provide a small textbook for the course.
  • Asking supporter for local meetings of learners, eventually parallel presence courses to the online course. Due to the fact that learning is a highly social process we would like to give learners the chance to be part of an online as well as offline community.
  • Inviting to a central final closing event.

… and we are happy to get your feedback on this!

Maker Days for Kids – leider eine Förderabsage. Und nun?

Vor einigen Monaten habe ich mit den BIMS-Kollegen die Idee der “Maker Days for Kids” in Bad Reichenhall beschrieben. Für die Konzeption und Durchführung benötigen wir, auch weil erste Experten und Partner schnell gefunden waren: Ein wenig Geld. Trotz allen ehrenamtlichen Engagements sollen die externen Profis, alle Sachkosten etc. ja finanziert werden. Dazu haben wir auch zwei Förderanträge geschrieben und nun leider  für den ersten eine Absage erhalten. Wer bei diesem “Spiel” mitmacht, weiß dass eben auch Glück dazugehört, dass uns in diesem Fall wohl gefehlt hat – leider.

Für die Maker Days in den Herbstferien wird es nun ein wenig eng – die zweite Entscheidung für eine Förderung fällt im September und dort ist der erbetene Zuschuss aufgrund der Rahmenbedingungen der Ausschreibung auch deutlich kleiner als der benötigte Betrag. Auch wenn wir den Zuschlag dort bekommen würden – würde es nicht reichen und wir benötigen dann noch weitere finanzielle Unterstützung. Noch liegt ein ganzer Sommer zwischen jetzt und den Herbstferien – vielleicht findet sich der größere Sponsor- oder Fördergeber ja – oder ein Partner, der uns Drumherum unterstützen kann. An tollen Partnern, Unterstützer/innen, Vorarbeiten und potentiellen Mitmacher/innen bei den Maker Days – und wir finden auch: an der Idee! –  liegt’s sicher nicht ! :)

Ich freue mich über Ihre Kontaktaufnahme!

absage

Eine Lächel-Hupe? … und was passiert da?

Mitten in Bad Reichenhall stand vor einigen Wochen eine “Lächel-Hupe”. Einige Passanten haben neugierig gehupt. Was passierte, seht Ihr in diesem Video:

… Schwuppdiwupp, schon wieder ein Projekt zu Ende. Bei der unserer Abschlusspräsentation von “Lächeln in der Kurstadt” haben wir das Video zum ersten vorgestellt – und nun für alle auch hier im Blog: Das Video zur großen Lächel-Aktion. Viel Spaß!

Kaum lässt man die Kinder mal einen Tag alleine …. #surprise

Am Montag bin ich ja nach Berlin gejettet, und gehofft, dass die Mädels einen guten Tag hatten. Im Bad dann die Überraschung … ich bin ja soooo verliebt in meine drei Mädels – und unseren neuen Hocker. Also die Jüngste beansprucht ihn natürlich für sich, hat ihn ja auch deutlich markiert. <3

maedelshocker

Die OER-Konferenz nimmt Formen an #oer14de

Am Montag bin ich nach Berlin zur Wikimedia Foundation (Sebastian Horndasch) geflogen und durfte als Teil des OER-14-Kreises mitentscheiden, welche Beiträge schließlich auf der deutschen Konferenz zu offenen Bildungsressourcen (OER) präsentiert werden. Und nein, es war nicht leicht, aber alle waren hochkonzentriert bei der Sache und was mich erstaunt hat: Jöran Muuß-Merholz hat es wirklich geschafft, dass alle alle Beiträge bewertet und gelesen hatten – die Diskussionen waren oft sehr detailliert, manchmal prinzipiell und nur selten dogmatisch ;) . Gleichzeitig tut es natürlich auch weh, Beiträge ablehnen zu müssen, weil sie Einreichungen zu Vorhaben gestellt haben (die noch unsicher sind) oder die Materialien gar nicht eindeutig OER (Lizenz!) sind usw. und man weiß, dass die Einreicher/innen sicher Spannendes präsentieren würden. Obwohl vorher viel Diskussionbedarf gesehen wurde und wir erstmal alle Beiträge durch Detailkritik gejagt haben, war das Ergebnis dann überraschend deutlich – die (vielen) Grenzfälle wurden gar kein Thema mehr, weil die Slots mit “eindeutigen” Zustimmungen belegt waren. Was mich wirklich neugierig macht: “Eindeutig” heißt nicht immer nicht “inhaltlich reibungslos”- so gibt es auch Beiträge von Schulbuchverlagen, von Kritikern und Unternehmen, aber es soll ja keine OER-ist-toll-und-problemlos-Veranstaltung werden.

Neben den Vorträgen bietet ein Camp übrigens viel Freiraum “abgelehntes” oder auch anderes vorzustellen, zu diskutieren, auszuprobieren – und ich hoffe, es wird genutzt. Die Wahrscheinlichkeit existiert ja, dass wir trotz aller Diskussion und Mehrheitsbeschlüsse die eigentlich tollen Dinge noch gar nicht gesehen haben :)

oerkonferenzmeeting

Foto by Jan Apel unter https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/ – eine nette, kompetente Runde!

Nur kein Streß beim lernen … ;-) #comic #CCBY

Gesundes lernen und der Stre´

Feiertagspost: Der Unterschied zwischen Marillen- und Aprikosenkuchen

Klar! Aprikosen heißen in Österreich sowie Süddeutschland “Marillen”. Ich dachte auch, dass das der einzige Unterschied ist. Ich habe meinem liebsten Österreicher daher auf seinen Wunsch nach einem “Marillenkuchen” halt einen Kuchen mit Marillen gemacht – wie ich ihn kenne. Er sah ein wenig zerknirscht drein, trotz der Marillen auf dem Kuchen. Auf Nachfrage meinte er: Der Kuchen schmecke, schon, aber die Marillen liegen falsch rum. Sie lagen mit der Schneidefläche nach unten. Oh!

Der Frage nachgehend, ob sich da nur individuelle Familientraditionen trafen oder doch wieder ein kultureller Unterschied offenbarte, half Google. Denn die “Bildersuche” gibt dann doch ein eindeutiges Bild:

marillenkuchenNachdem der Befund recht eindeutig ist (ca. 80 Prozent der Marillen liegen nach oben offen, ca. 80 Prozent der Aprikosen mit der Schnittfläche nach unten) machen wir uns natürlich auch Gedanken über die Interpretation. Nachdem zumindest hier im Grenzgebiet zwischen Bayern und Österreich der Unterschied zwischen den süßen, saftigen österreichischen vom österreichischen Strassenrand und den herkömlich im deutschen Supermarkt erwerbbaren französischen Aprikosen frapierend ist, gehen wir derzeit davon aus, dass Marillen einfach zuviel safteln – ein Problem, dass man mit den knackigen Aprikosen (leider) nicht hat.

Und ich freu mich natürlich über Eure Interpretationen und Erfahrungen in dieser Frage :D

Achso, klar gibt’s bei uns auch Marillenkuchen heute. :) Eine deutsch-österreichische/süddeutsche Variante quasi. Sie liegen in dünne Scheiben geschnitten, in Blumenform, auf der Seite, auf einem Käse- oder nein: Topfenkuchen. Da sind übrigens Rosinen drinnen. Aber das beides sind zwei andere Baustellen (die Frage nach Käse/Topfen bzw. nach Rosinen). :D

StadtLesen in Reichenhall mit Gratis-Bücher für die Kleinsten

Auch der BIMS beteiligte sich an “StadtLesen” mitten in Reichenhall. Unsere Vorlesebücher sind nicht nur zum Anschauen, sondern lagen da auch gleich zum kostenfreien mitnehmen – 100 Stück im Pixi-Format haben wir zur Verfügung gestellt. Und hey, klar, sie sind OER. Ihr könnt sie auch verändern, selber drucken …

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Papa, Youtube ist kaputt! – #CCBY #cartoon

Papa, Youtube ist kaputt!

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