Konstruktionismus vs. Konstruktivismus

Aufbauend auf den Konstruktivismus von Piaget entwickelte dessen Doktorand Seymour Papert den Konstruktionismus. Dass es auch einen “Konstruktionismus” gibt, war mir vor einigen Monaten noch gar nicht bewusst, die neueren US-amerikanischen Entwicklungen scheinen im deutschsprachigen Europa aber allgemein nicht so unmittelbar anzukommen, ich scheine in guter Gesellschaft zu sein. Ich habe jetzt erstmal versucht, Mitchel Resnicks Wikipedia-Eintrag entsprechend zu korrigieren (aus “konstruktivistisch” soll “konstruktionistisch” werden). Ich vermute, da gibt’s aber nicht nur bei der Wikipedia zu korrigieren sondern eben an mehreren Stellen Nachholbedarf. Na, dann auf :)

Stellungnahme des “Bündnis Freie Bildung” zur “Digitalen Agenda 2014-2017″ von CDU/CSU und SPD

Gemeinsam mit anderen VertreterInnen des “Bündnis Freie Bildung” habe ich gestern eine Stellungnahme zur “Digitalen Agenda 2014-2017″ der Großen Koalition verfasst – und sie wurde bereits auch postalisch an die entsprechenden Bundesministerien versand. Daraus:

Leider stellen wir fest, dass die Agenda bisher den Themenbereich der freien und offenen (digitalen) Lehr- und Lernmaterialien gänzlich auslässt. Wir bedauern sehr, dass im Gegensatz zum Koalitionsvertrag das Thema Schulbücher und andere Lehr- und Lernmaterialen unter der Verwendung freier Lizenzen und Formatein der “Digitalen Agenda” keine Berücksichtigung mehr findet. Die unklare Ankündigung, “die Potenziale für Wissenschaft, Forschung und Bildung voll zu nutzen und dafür die urheberrechtlich zulässige Nutzung von geschützten Inhalten zu diesen Zwecken zu verbessern”, reicht hier bei weitem nicht aus.

Zum Wortlaut:

CC BY Open Knowledge Foundation Deutschland e.V. / Bündnis Freie Bildung

CC BY Open Knowledge Foundation Deutschland e.V. / Bündnis Freie Bildung

Inverse Blended Learning – Why we need this and how we try it

Martin Ebner and I prepare a MOOC about Free Learning with the Web in German language at the imoox.at platform. It will be of course an OER course (CC BY), but what is even more challenging: The target group are people with some or even less Internet know-how without any e-learning background.
Thinking about the consequences on how we may adress them (not only before, but even while the course) and not being limited on the pure online aspect, we are developing a “inverse blended learning” scenario. We will bring the open online course more into the “concrete”, “practical” and “real” surrounding and context of the learners. (And we are sure that this is not only interesting for our “very special target group”).

Folie1

Our first ideas are:

  • Delivering a .pdf for own print, but also printed versions (for free) in local organisations (in German speaking countries). Following the idea that people need some additional learning material we will provide a small textbook for the course.
  • Asking supporter for local meetings of learners, eventually parallel presence courses to the online course. Due to the fact that learning is a highly social process we would like to give learners the chance to be part of an online as well as offline community.
  • Inviting to a central final closing event.

… and we are happy to get your feedback on this!

Nutzung von IT in deutschen und österreichischen Schulen – eher mau #schoolnet #international

In einer großen vergleichenden Studie hat das European Schoolnet (2013) Daten von 31 europäischen Staaten zum Zugang zu, zur Nutzung von, zur Kompetenz von und Einstellungen zu IT von Schüler/innen und Lehrer/innen verglichen. Und es ist schon spannend – und ich kenne keine Hintergründe dafür: Die Daten von Deutschland fehlen.

Aber ich bin mir sicher: Deutschland würde wohl schlecht abschneiden. Vielleicht gab es daher keine Daten für die Studie … In der Wahrnehmung von vielen liegt die Aktivität in Österreich rund um IT in der Schule deutlich über den Aktivitäten in DE (zumindest höre ich das immer wieder auf Konferenzen, ohne dazu konkrete Zahlen zu kennen). Und auch Österreich schneidet in der Studie reichlich schlecht ab.

Als Magentratzerl für alle, ein paar Hinweise und Beispiele:

Die folgende Abbildung zeigt das Ranking der Anteile von Schüler/innen in Jahrgangsstufe 4, bei denen in den letzten 12 Monaten IT eingesetzt wurde und angeben wurde, dass es mindestens in einer von vier Unterrichtsstunden passiert. Dabei liegt hier Österreich im europäischen Vergleich deutlich im hinteren Feld.

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Quelle: Anteil der Schüler/innen, bei denen in der Schulstufe 4 in mehr als einer von vier Unterrichtsstunden IT eingesetzt wurde.European Schoolnet, 2013, Fig. 2.2b, S. 57.

Vermutlich liegt das an der Ausstattung. Während interaktive Whiteboards hierzulande eher noch selten sind, stehen sie anderenorts z.B. anscheinend in (fast) jedem Klassenzimmer:

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Abbildung 6: Anzahl der Schüler/innen je interaktivem Whiteboard je Schule in der Schulstufe 11, 2011-12. Quelle: European Schoolnet, 2013, Fig. 1.5c, S. 19.

Für mich waren diese doch drastischen Unterschiede (auch andere!) überraschend. Also SOO krass hatte ich sie nicht erwartet. Es wird wohl an der Zeit, dass sich der Horizont der Bildungspolitiker hier ein bisschen weitet: Der Maßstab kann nicht das deutschsprachige Europa sein. Da gibt es reichlich aufzuholen, wenn man IT in Schulen wirklich ernst nimmt als ein Maßstab für zukünftige Wettbewerbsfähigkeit einer Gesellschaft. (In Deutschland muss man ja schon dankbar sein, wenn es im Klassenzimmer farbige Kreiden gibt.)

Wer mehr dazu erfahren will:

Erschienen: Stellungnahme des Praxis-Blog für die Arbeitsgruppe KMK/BMBF zu „Open Educational Resources” (OER)

Per E-Mail kam eine Anfrage an die Redaktion des Medienpädagogik Praxis-Blog, einen Fragebogen für eine “schriftliche Anhörung von Experten und Institutionen” für die Arbeitsgruppe “Open Educational Resources (OER) von KMK und BMBF durchzuführen.

Natürlich sind wir diesem Aufruf gerne gefolgt! Wie Leonhard Dobusch von Netzpolitik.org möchten wir unsere Stellungnahme auch gleich öffentlich machen. Übrigens ist dies nicht die erste – sondern bereits eine zweite Anhörung, eine erste Runde fand im Jahr 2012 statt. Die Stellungnahme des Praxis-Blog findet ihr ab heute hier:

Bildschirmfoto 2014-05-13 um 07.21.30

Browsing the book “Cool tools. A catalogue of possibilities” – a short review

I bought a small staple of book around the “MAKER MOVEMENT” – and now start to present them in my Weblog. The start is the book “Cool Tools. A catalogue of Possibilities”. It is of impressive format, full of fascinating tools, but everything is available online, too. But if you like to have a heavy weight present for a Maker in your family (who is able to read English), this is the right present. Of course, this includes a long list of products that can be bought – but the descriptions and selections are worth it (in a way it reminds me of the German MANUFACTUM book, with other products and focus).

cooltools

The description of the book is correct ;) -

Cool Tools is a highly curated selection of the best tools available for individuals and small groups. Tools include hand tools, maps, how-to books, vehicles, software, specialized devices, gizmos, websites — and anything useful. Tools are selected and presented in the book if they are the best of kind, the cheapest, or the only thing available that will do the job. This is an oversized book which reviews over 1,500 different tools, explaining why each one is great, and what its benefits are. Indirectly the book illuminates the possibilities contained in such tools and the whole catalog serves an education outside the classroom. The content in this book was derived from ten years of user reviews published at the Cool Tools website, cool-tools.org.

Some pics are of very bad resolution, and do not ask me what topic is not within the book. I think the whole world is mentioned there, in a way.

P.S. If you want to buy it via Amazon it would be nice to boost the nonprofit BIMS e.V., dealing with open educational resources (just click https://www.boost-project.com/de/shops?charity_id=2111&tag=bl – no extra costs for you!)

Simple tool for simpler English: Hemingwayapp.com

I just developed an eLearning module for non-native learners. As I am not a native, my English is not fluent or perfect, but as researcher and German I tend to argue too complex (this is an euphemistic description for long sentences). Luckily, I read Wolfgang Reinhardt’s post (I guess it was FB) about hemingwayapp.com. Wow, this tools helps. For my English texts in simple English, I will forget about “nevertheless” and take “thus” instead of “therefore”. :)

My draft:

Bildschirmfoto 2014-02-18 um 20.41.57

My changes:

Bildschirmfoto 2014-02-18 um 20.44.57

Nice! Thanks!

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