Projektabschluss und Begleitforschungsergebnisse: Lernvideos mit Kids und Tablet-Computer (IZED2)

Im Projekt “Ich zeig es Dir – HOCH 2″ haben Kinder zwischen 10 und 12 Jahren von Oktober 2012 bis März 2014 mit iPads Lernvideos (als OER) produziert (daher auch für COER13 von Interesse). Das Projekt wurde im Rahmen der peer3-Ausschreibung ko-finanziert und am BIMS durchgeführt. Ein Video fasst den Verlauf des Projekts zusammen:

Inzwischen ist auch der Bericht zur projekteigenen Begleitforschung – durchgeführt von Gerald Geier unter der Betreuung von Martin Ebner, TU Graz,  online:

Nachtrag: Beiträge von und mit mir in der Wiener Zeitung

In der Wiener Zeitung gab es in den letzten Wochen zwei mal von mir zu lesen bzw. über Dinge, über die ich gesprochen habe zu lesen … und auch von und mit Martin Ebner :) … – toll, das beide Beiträge online zugänglich sind. Und für alle COER13-Teilnehmer/innen: Natürlich ist das Schulbuch der Zukunft ein OER-Schulbuch.

  • Ebner, Martin & Schön, Sandra (2013). Digital und flexibel: Der Unterricht der Zukunft. In: Wiener Zeitung, Beilage “Lehren”, 27.4.2013, [link] [pdf]
  • Wiener Zeitung, Beilage “Future”, 17.4.2013, S. 8/9 Sandra Schön zur Zukunft des Schulbuchs [link]

Dankeschön! – Die erste Unterstützung für das Monster-Projekt ist eingegangen!

Weil es den Kids bei IZED2 so gut gefallen hat, haben wir beim BIMS e.V. gleich das nächste Projekt geplant: Monster in der Kurstadt. Nun haben wir die erste finanzielle Unterstützung unterhalten: 50 Euro von der Sparkasse Berchtesgadener Land sind eingegangen. Die Sparkasse hatte vor einigen Wochen ein Public Voting durchgeführt, den drei Platzierten gemeinnützigen Projekten einen höheren Geldbetrag ausgeschüttet und allen Teilnehmer/innen schließlich 50 Euro überwiesen. Also auch uns. Also auch lieben Dank an alle, die uns beim Public Voting unterstützt haben! Wir sind ein Stückchen näher am Projekt.

Ein Rundumschlag auf der re:publica: Elternrevolte der Häuslers – Ihr sprecht mir aus der Seele!

In der Facebook-Gruppe “Medienpädagogik” bin ich über den Auftritt der Häuslers (Netzgemüse) bei der re:publica 13 gestolpert und habe mich sehr darüber gefreut. In Poetry-Slam-Manier schimpfen die beiden über Familienpolitik, über den Umgang mit der Jugend und ihrem Kommunikationsmedium. Es ist vielleicht in der Form nicht Jedermanns Geschmack, aber was mich dann doch sehr gewundert hat, waren die teils sehr despektierlichen Kommentare zu dem Beitrag: Nicht sehr wissenschaftlich! Muss man (immer) wissenschaftlich argumentieren um Ernst genommen zu werden? (und dass, wo eh für alles ein wissenschaftlicher Beleg zu finden ist…!) – Die beiden Häuslers verweisen ja auf die Buchkultur (hihi, merken sie wohl nicht)… aber hallo? Darf man kein Buch mehr lesen oder kennen, bloß weil man nur noch Hotels mit freiem W-Lan bucht?

Aber seht doch mal selbst:

Ihr Text zum nachlesen findet sich auch  hier.

Ja, das sind alles Themen die mich auch bewegen: So weiß ich, dass junge Mütter mit behinderten Kindern heute nicht nur einmal hören “hätte man das nicht vermeiden können?” (bestimmt zukünftig noch verschärft, seit Anfang des Jahres gibt es auch in D ganz neue Verfahren der Frühdiagnostik!), so habe ich selbst auch mehrmals erlebt, dass der Sportunterricht in der Grundschule entfallen ist, weil die Kinder zu laut und unruhig waren (O-Ton: “Fingersport statt Sport”). Ich weiß, wie es sich anfühlt, auf Kinderbetreuungseinrichtungen angewiesen zu sein, aber das Gefühl zu haben, dass diese nicht ganz auf der Höhe der Zeit sind (Stichwort: Buchstabenverbot im Kindergarten), ich weiß, dass ein normales Einkommen und normale Arbeitssituationen nicht reichen, um Kinder groß zu ziehen und ich erlebe täglich, dass “normale” Eltern, “normale Lehrer/innen”, die “normalen” Leute Angst vor dem Medium der Jugend haben (in unserer Schule hat ein Polizist vor zwei Wochen über die Gefahren des Internets aufgeklärt: Bei Facebook kann man Drogen kaufen!), ich weiss, wieviel Quatsch das G8 in die Köpfe der Kinder zu pauken versucht und wieviel Druck es bedeutet, und ja, dass Jugend nicht verstanden wird ist normal, aber noch nie standen ihr so viele Leute ohne Kinder im Haushalt und Alte gegenüber wie heute, und stimmen auch über sie und ihre Möglichkeiten ab (ja, ich bin auch dafür, dass Kinder (früher) wählen dürfen und/oder Eltern entsprechend mehr Stimmen erhalten!) Die Realität ist leider nicht auf der Höhe der Forschung, der Medienpädagogik … ! Also, liebe Häuslers: Danke fürs Schimpfen und Teilen! Recht habt Ihr!

Zu guter letzt noch Anschauungsmaterial zum Umgang mit dem Internet einer “normalen” Schule: Und nein, es ist nicht ein Vortrag von vielen, es ist die meines Wissens einzige “medienpädagogische” Veranstaltung im gesamten Schuljahr. Und DAS ist halt der Alltag, und nicht unsere medienpädagogischen Wunschvorstellungen, Leuchtturmprojekte, gesellschaftlichen Utopien sowie didaktischen Wunderwelten.

Foto

… und auch deshalb würden wir gerne nach dem COER13 in diesem Jahr im Jahr 2014 L3T’s MOOC machen!

Aktuelle Entwicklung rund um Linked-Media-Technologien: Experten sind gefragt!

Beim Salzburg NewMediaLab haben wir einem halben Jahr Expertinnen und Experten auf 12 ausgewählte Aussagen setzen lassen. Hier ein Video zu diesem Verfahren mehr über die Zukunft herauszubekommen und ein paar ausgewählten Ergebnissen.

Nun wollen wir wissen: Welche Aussagen sind den nun bereits eingetroffen? Letztlich wird eine Jury ein Votum abgeben, aber es ist nicht trivial hier zu guten Einschätzungen zu gelangen: Wir versuchen – soweit dies möglich ist – Evidenzen zu den Aussagen zu finden. Bis zum 12.05.2013 am Abend möchten wir noch Belege und Hinweise finden. Als Experte/in im Fachgebiet können Sie uns dabei gerne unterstützen! Hier der Link zur Webseite: https://etherpad.tugraz.at/p/snml-wetten (keine Anmeldung erforderlich!)

COER13: OER selber machen – Mein Beitrag

Bildschirmfoto 2013-05-07 um 11.01.30Es ist ja wirklich peinlich, aber auf meinem Weblog klebte bisher kein CC. Auch, weil es für mich immer wenig Sinn ergab – wer sollte schon Text von meinem Weblog benutzen (da steht nicht viel) und dann noch komplizierte CC-Bedingungen mitkopieren etc., wenn man doch so gut verlinken kann. Und natürlich war nie Zeit für sowas. Jetzt klebt ein CC BY SA bei “about” und rechts in der Seitenleiste. Auch bei Slideshare wollte ich kurzerhand alles auf CC BY SA umstellen (hat z.B. Frau Lachner schon zum COER13-Start vorgemacht). Dann wurde ich allerdings stutzig: Ich benutze da ziemlich viel CC-Materialien, die sicherlich auch korrekt zitiert sind – aber auch z.B. Logos von meiner Einrichtung, die bisher nicht unter einer CC-Lizenz veröffentlicht wurden und an denen ich auch kein Urheberrecht habe. …  Darf ich da nun einfach ein CC draufsetzen? Dann habe ich auch noch Beiträge von anderen (z.B. Aufrufe für die bildungsforschung) bei mir hochgeladen. Auch da bin ich kein Urheber – habe aber die Nutzungsrechte: Aber wenn da ein Urheber (C) draufklebt, sollte (…) den meisten (…) klar sein, dass nicht ich der Urheber bin sondern das Ding halt urheberrechtlich geschützt ist und entsprechend zitiert werden muss (was im wissenschaftlichen Bereich ja eh Usus ist). Wenn ich da aber nun ein CC-BY irgendwas “draufklebe” mach ich mich ja gerade zu zum Rechteinhaber (was ich aber nicht bin, ich bin kein Urheber, ich habe nur die Nutzungsrechte, dass ich das ding bei Slideshare veröffentlichen darf). Oh du meine Güte, was ist die Praxis kompliziert. Ich habe es nun sein lassen und nehme mir vor, zukünftig noch stärker drauf zu achten. Gleichzeitig passt das alles auch gut für den Höhepunkt der COER13-Woche: Dem Online-Event mit Matthias Spielkamp (iRights.info) heute, Mi, 8.4.2013 um 16 Uhr!

Aufenanger fordert Medienkompetenz für Lehramtstudierende – wir bitten um Unterstützung für L3T’s MOOC!

Bis zum 23. Mai werden per Public Voting die attraktivsten Vorschläge für das MOOC Fellowship von iversity sowie der Stifterverband der deutschen Wissenschaft ausgewählt. Es gibt dort rund 250 mal mehr, mal weniger interessante Vorschläge. Und gleich mehrere Vorschläge treten mit Themen an, die sich rund um das Lernen und Lehren mit Technologien beschäftigen: Hier besteht nämlich ein großer Bedarf!

In einem Interview beschreibt Prof. Aufenanger das Problem folgendermaßen:

Natürlich behebt L3T’s MOOC nicht mit Zauberhand das Problem, dass (zukünftigen) Lehrer/innen schlichtweg auch Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten zum (sinnvollen) Einsatz von Technologien im Unterricht fehlen, aber es gibt diesem Thema die notwendige Aufmerksamkeit, schafft für sehr viele (vermutlich weit mehr als Tausend! – schon beim Spezialthema OER beim COER13 haben wir diese Zahl geschafft) ein erreichbares Angebot und schafft nachhaltig Ressourcen und Angebote im Web (alle Materialien werden offen lizensiert!) die für weitere Seminare, Angebote, Moocs, etc. genutzt werden können.

Alle, die sich den Unterricht in Schulen und die Lehre an den Hochschulen (und auch sonstige Bildungsangebote, die Teilnahme ist ja offen) zukünftig auch mit kompetenten Technologieeinsatz wünschen – auch um die zukünftige Generation entsprechend zu schulen und anzuleiten – bitten wir um Unterstützung für L3T’s MOOC! Bitte abstimmen! (ein reines Facebook-Like zählt nicht).

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