Warum die „Prinzessin auf der Erbse“ kein österreichisches Märchen sein kann

Von Zeit zu Zeit teile ich im Weblog ja auch meine Erfahrungen damit, wie es so ist an der Grenze der bayerisch-deutschen und österreichischen Kulturen zu leben. Und was man in Österreich ganz sicher nicht „macht“ ist, wenn man Übernachtungsgast ist, auf die Frage nach dem Schlaf in irgendeiner Weise so zu antworten, dass der Gastgeber das verübeln könnte. Das heißt: Natürlich wird in österreichischen Betten immer sehr gut und tief geschlafen!

Und damit ist klar, warum die „Prinzessin auf der Erbse“ das denkbar un-österreichischste deutschsprachige Märchen ist, dass es wohl gibt. (Und eigentlich dachte ich ja, es sei einer der Grimms‘ Märchen. Denkste! Es ist vom Dänen Andersen. Also ist es auch nur eine Übersetzung. Und überhaupt: Hans-Christian Andersen lebte ja auch reichlich weit weg von Österreich!). …:

Am Morgen wurde sie gefragt, wie sie gesehlafen (sic!) hätte.

»Oh, entsetzlich schlecht!« sagte die Prinzessin. »Ich habe fast die ganze Nacht kein Auge geschlossen! Gott weiß, was in meinem Bett gewesen ist. Ich habe auf etwas Hartem gelegen, so daß ich am ganzen Körper ganz braun und blau bin! Es ist ganz entsetzlich!«

(Zitat nach Projekt Gutenberg – Hans Christian Andersen – Die Prinzessin auf der Erbse)

erbse

 

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