Konstruktionismus vs. Konstruktivismus

Aufbauend auf den Konstruktivismus von Piaget entwickelte dessen Doktorand Seymour Papert den Konstruktionismus. Dass es auch einen „Konstruktionismus“ gibt, war mir vor einigen Monaten noch gar nicht bewusst, die neueren US-amerikanischen Entwicklungen scheinen im deutschsprachigen Europa aber allgemein nicht so unmittelbar anzukommen, ich scheine in guter Gesellschaft zu sein. Ich habe jetzt erstmal versucht, Mitchel Resnicks Wikipedia-Eintrag entsprechend zu korrigieren (aus „konstruktivistisch“ soll „konstruktionistisch“ werden). Ich vermute, da gibt’s aber nicht nur bei der Wikipedia zu korrigieren sondern eben an mehreren Stellen Nachholbedarf. Na, dann auf🙂

8 Antworten

  1. Ich habe mal Dein Adjektiv mit dem entsprechenden Wikipedia-Artikel verlinkt, den ich 2008 mal gestartet hatte😉
    https://de.wikipedia.org/wiki/Konstruktionismus

  2. tja, in Wien findet ja gerade die Constructionism 2014 statt („Constructionism and Creativity“), die dritte dieser Art. So wenig wie bei uns der Konstruktionismus rezipiert wurde, so wenig früher auch die Logo-Arbeiten von Papert (Ausnahme: ganz wenige Informatik- bzw. Mathe-Didaktiker wie Löthe, Ziegenbalg oder Hoppe). Für mein Lieblingsthema „Programmieren für Alle“ sind die aktuellen Entwicklungen von Resnick, Harvey oder Wilensky total spannend (also vor allem Scratch und Ableger, Netlogo u.ä.). Leider nimmt OpenHPI aber lieber Python …

  3. Lieber Joachim, ja über Python bei OpenHPI habe ich mich heute auch gewundert … Und am Montag erscheint ein Beitrag von mir zu Scratch im Medienpädagogik Praxisblog von mir – ich war am Montag in Graz bei Mitch Resnick, der ist dann nach Wien weitergezogen. Es ist wirklich erstaunlich was da rund um Papert entstanden ist – Scratch, Lego Mindstorms, MaKeyMaKey, Fablabs (die wohl nur indirekt) … und gleichzeitig ist es auch erstaunlich, dass es zwar durchaus schon viele Jahre im deutschsprachigen Europa aufgegriffen wird (z.B. gibt’s schon jahrealte Beiträge von Beat) aber irgendwie nicht richtig ankommt. Welcher (Medien-) Pädagoge erfährt schon im Studium von Scratch und co.? Und bei den Informatik-Lehrer/innen scheint es sich ja auch nicht rumgesprochen zu haben …

    • liebe Sandra, vielleicht müsste man einen MOOC für LehrerInnen zu dem Themenkomplex machen (also Scratch, Lego Mindstorms, MaKeyMaKey, Fablabs usw.). Das Gute: fast Alles ist online nicht nur verfügbar, sondern sogar nutzbar. Einen Schritt in die Richtung machen die bei Future Learn mit Teaching Computing.

      Und dann dagegen die Lücken in der Digitalen Agenda … irgendwie deprimierend.

      • Ja, deprimierend, dass schon einige seit vielen Jahren was machen, und das ganze nicht richtig Drive bekommt! Mich interressiert ja weniger das informatische, als die Möglichkeiten damit kreativ sein zu können und sich die Welt neu zu erfinden … Martin und imoox.at wären da die geeignete Plattform, und die vom MIT unterstützen das sicher auch, scheinen in Sachen PR kooperativ. Ich habe nur mein heuriges Ehrenamt-Budget erfüllt (-> siehe u.a. „Gratis Online Lernen“) und kann es nicht nebenbei machen. Martin und ich planen gerade ein verwandtes Projekt, das das ganze hoffentlich auch voran bringen kann (wenn das Fördergremium es auch als besonders wichtig sieht…). Eins nach dem anderen, und wenn jemand es machen will: Ja, jetzt ist es wirklich überfällig! lg🙂

  4. Sehen wir uns bei der GMW-Tagung in Zürich – habe mich jetzt nämlich doch noch angemeldet😉 ?

    Dann können wir darüber mal in Ruhe reden …

    Vielleicht habe ich bis dahin sogar schon meinen zweiten Logo-Band fertig (vgl. http://programmieren.joachim-wedekind.de/logo/logo-buch/)

    Gruß
    Joachim

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