Mein österreichisches Lieblingswort der Woche: Pfiff #lieblingswort

Ich mag Bier ja wenn, nur mit Limonade (oder Almdudler :D). Und wenn es sein muss. Weniger als einen halben Liter gibt es allerding an meinem Zipfel der Welt ganz sicher nicht. Außer: Ich fahre zwei Kilometer über die Grenze. Da gibt’s dann ein Seiterl (Glaskrügchen, ca. 0,25 l) oder noch kleiner: einen Pfiff. In der Wikipedia steht zwar, dass Pfiff auch eine bayerische Maßeinheit war. Vermutlich war das aber schon ganz lange her und bezog sich auch nicht auf Bier. :o)

Folie19

 

 

Anmerkung: Ich wohne und lebe in Bayern, nur 5 km von der Grenze entfernt und viele Worte, die jemanden aus Berlin oder Bremen vielleicht „österreichisch“ vorkommen sind im Bayerischen ebenso oder ähnlich im Gebrauch. Die Worte, die es mir angetan haben und die ich hier vorstelle, werden in der Regel aber nur in Österreich bzw. von Österreichern verwendet und ich finde sie bemerkenswert, mag sie, weil sie lustig klingen, überraschende Bedeutungen haben oder weil ich damit auch besondere Erinnerungen verbinde. Oft wusste ich einfach nicht, was meine österreichischen Freunde und Kollegen meinten – oder von mir wollten. Und ja: sicher gibt es vielleicht auch andere oder „bessere“ Bedeutungen – bitte einfach kommentieren, wenn es nicht (ganz) passt, danke! (Ich bin keine Sprachwissenschaft(l)er/in – und Österreicherin ja (leider) auch nicht!)

6 Antworten

  1. Hallo Sandra, also den Pfiff kenne ich (aus Niederbayern) schon auch – auch wenn das z.T. schon ausgestorben scheint, bzw. es gibt Wirte, bei den der „Pfiff“ (bei uns eher „pfieeef“ ausgesprochen) fast genausoviel kostet wie die Halbe – ein kleines Bier („kloans Bier“ – also 0,25 l) bekommt man auch immer seltener… Bin zwar selten auf dem Gäubodenvolksfest in Straubing, aber ich glaube mich sogar zu erinnern, dass ich es dort mal auf einer Karte im Bierzelt gelesen habe?!

    Ich glaube, das kommt „von früher“ – man (also eher Mann) wollte noch nicht heimgehen, eine ganze Halbe wäre aber zuviel gewesen – dann hat man halt noch einen Pfiff bekommen – oft wohl sogar einfach ins gebrauchte Glas und ggf. sogar auf einen Rest („Noagal“) drauf, um den noch mal „zu beleben“…

    Auf Nachfrage und wenn’s nicht grad arg zugeht, kann man/frau aber meist doch „zsamm kemma“ mitm Wirt oder der Bedienung😉
    Habe d’Ehre, Uli

  2. Wahrscheinlich ist diese Glasgröße in Bayern verboten🙂

  3. danke für die Ergänzung!! und lustig, wie das Bier auf allen Kanälen für Beiträge sorgt😀 lg sandra

  4. Das „Seiterl“ ist aber eigentlich 0,33 l und das „Pfiff“ wären 0,25 l.

    In Vorarlberg gibt es den Begriff „Seiterl“ gar nicht, dafür kann man bei uns in den Geschäften ein „Mohren-Pfiff“ oder ein „Fohren-Stiftle“ kaufen, die – jetzt wird’s wieder verrückt – bei uns 0,33 l Flascheninhalt haben, was dann ja doch wieder ein „Seiterl“ wäre😉

  5. Ein Krügerl hat 0,5l, ein Seiterl 0,3l. Und da war doch noch was mit den 0,4l, die uns die EU mal auf’s Aug drücken wollte.

    Siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Bierglas#Bierma.C3.9Fe – interessante Details: ein „Humpen“ ist im Saarland 0,5l, in Österreich jedoch 5l (?!?); das Seidl (aka. Seiterl) gibt es sowohl in Bayern wie auch in Österreich – nur bezeichnet es in Bayern 0,5l, in Österreich 0,3.
    Und die Moral aus der Geschicht: In Bayern ist alles größer. Auch das Bier.🙂

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