Maker-Days-Einladung: Das Fachtreffen für erwachsene Kinder:-)

Die Maker-Days-Werkstatt ist nur für Jugendliche von 10 bis 14 Jahren. Bei etwas jüngeren oder älteren machen wir wohl auch Ausnahmen. Natürlich sind Erwachsene da, und auch Gleichaltrige, die zeigen wie etwas geht oder gehen könnte – aber erwachsene Besucher sind nicht erwünscht. Für die gibt’s nämlich zwei Termine: Die Abschlusspräsentation und: Ein Fachtreffen am Donnerstag Abend – direkt in der Werkstatt! Damit wir ein wenig planen können, bitten wir um Anmeldung sofern möglich. Es wird ein paar kurze Vorträge geben, viele Mitmacher/innen beim Projekt werden Rede und Antwort stehen und natürlich kann man sich in der Werkstatt umsehen und das ein oder andere ausprobieren. Ein detailliertes Programm ist im Entstehen und über Sponsoren freuen wir uns auch.

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Einladung an alle 10-14jährigen zu den Maker Days for Kids!

Ich habe schon öfter davon berichtet, und tatsächlich: Dienstag in einer Woche (7. April, nach dem Osterwochenende) ist es soweit: Die 4tägige offene (digitale) Werkstatt für Jugendliche zwischen 10 und 14 Jahren öffnet ihre Türen! Alle Betreuer/innen, Partner, Unterstützer/innen, Peer-Tutor/innen und Co. freuen sich schon sehr auf das Event!

Und auch: Wir können nicht gut einschätzen, wie groß der Andrang ist, daher der Hinweis: Wir können nicht mehr als 40 Teilnehmer/innen einlassen – ggf. kann es also zu Wartezeiten kommen oder auch einer eingeschränkten Nutzungsdauer. Wer zuverlässig hinein kommen möchte, sollte also möglichst schon bei der Öffnung (10:30 Uhr) da sein!

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Das Informatik-Schulbuch meiner Töchter: Werft es weg – oder schafft den Informatik-Unterricht ab, denn so kann man auch gut darauf verzichten!

Schon letztes Jahr hatte das Buch die Große, dieses Jahr meine Zweitälteste. Und dieses Jahr kann ich es einfach nicht lassen und blogge ausführlicher darüber. Das Buch “Ikarus Informatik 6/7″ von Oldenbourg ist aus dem Jahr 2004. Meine jüngere Tochter ist 12, d.h. das Buch ist zwei Jahre jünger. Das Buch wird in ihrem Informatikunterricht genutzt – an einem bay. Gymnasium, 7. Jahrgangsstufe, im Schuljahr 2014/2015.

(Anmerkung für meine österr. Leser/innen: In Deutschland ist es üblich, dass Schulbücher über Generationen von Kindern weitergereicht werden, d.h. man darf auch nichts reinschreiben und sie sind nicht als Arbeitsunterlage, sondern eher als Nachschlagewerke gestaltet. )

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Das Buch kann weg! (Es ist doch kein Geschichtsunterricht!)

Im Buch brauchen E-Mail mehrere Minuten, da gibt es Diskettenlaufwerke und Audio-CDs und es werden Remote-Access-Einstellungen abgebildet (PPP) bei denen ich in die Klamottenkiste greife, wenn ich erkläre: “Als wir das genutzt haben hingen die Rechner noch am Kabel und wenn man ins Internet wollte, hat das Modem gepiepst”. – Das Buch stammt aus einer Zeit ohne mobiles Internet, W-Lan oder Smartphones. Gut, dafür kann das Buch nichts – und auch nicht die Autoren. Hier ist die Schule bzw. der Schulträger gefragt – und auch die Lehrer: Dieses Buch muss weg, wenn man nicht die Geschichte der Informations- und Kommunikationstechnologien des letzten Jahrtausend im Unterricht thematisieren möchte.

Fehlanzeige beim Buch: Medienkompetentes Handeln

Was dann dazu kommt, sind Fehler (“Ab 100 Folien pro Sekunde hast du einen Film”) und richtig weh tut das (medien-)pädagogische Herz bei den Verhaltensregeln für das Internet: “Benutze deinen wirklichen Namen, kein Pseudonym! Seine wahre Identität hinter einem Pseudonym zu verbergen ist feige.” Hätte das nicht schon längst mal ein Lehrer im Unterricht in allen Exemplaren des Schulbuchs durchstreichen lassen müssen? (Zwar wird das für “Chat-Rooms” relativiert, aber … )

Objektorientierung. Ähm. Ja.

Objektorientierte Programmierung war in meinem Studium (ist schon ein bisschen länger her, eigentlich) gerade neu in den Einführungsveranstaltungen für Informatiker im Nebenfach wie mich. Nur wenn ich diesen Hintergrund nicht hätte: Ich würde glaube ich nicht verstehen, warum in diesem Buch ständig alles (also z.B. E-Mail, Ordnerstrukturen, …) mit Hilfe von Attributen und co. erklärt würde. Nur: Ob die Schüler/innen verstehen, warum das immer und immer wieder Thema ist, ohne dass sie eine objektorientierte Programmiersprache kennenlernen? Und ob man so leichter eine objektorientierte Sprache lernt? Ich zweifle. (andere sind auch unglücklich). Und natürlich auch hier der Hinweis: Das Buch kann an dieser Stelle vermutlich gar nichts “dafür”, die objektorientierte Programmierung ist (so denke ich, habe nicht nachgeschaut) im Lehrplan verankert.

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Die Informatik braucht kein Buch, v.a. nicht so ein Buch – genauso wenig wie das Fach Sport und Kunst!

Wenn ich mir das Buch ansehe, und das liegt nicht nur daran, dass es hoffnungslos veraltet ist, verstehe ich sehr gut, dass meiner Großen völliges Unverständnis der Mitschülerinnen entgegenschlägt, wenn sie sagt, dass sie gerne programmiert und Spaß an Technik hat. Für mich zeigt das Buch schön (unabhängig davon, dass es veraltet ist), wie einfach es dem System Schule gelingt, ein eigentlich cooles Thema didaktisch “aufzuarbeiten”, dass es dann einfach nur – unspannend ist. (Was natürlich keine Wertung des Informatikunterrichts selbst ist, was der Lehrer daraus macht, kann ich nicht beurteilen – ich seh NUR das Buch!) Und überhaupt: Wer braucht bitte ein Buch in der Informatik? Also: Ein Schulbuch? Gibt’s das denn im Sportunterricht? Oder in Kunst? Achso, an den Computer können die Kinder ja nicht gehen, gibt ja so wenige? Und da sind dann immer alle unruhig? Und der Lehrer kennt sich da auch nicht soo gut aus? Unterricht muss quasi mit dem Schulbuch stattfinden, weil es nicht anders geht – oder – wie?

Ihr wollt/könnt nicht auf das Schulbuch verzichten?

Ernsthaft: Dann lasst das einfach mit dem Schulfach Informatik sein. So bringt’s das auch nicht. Wenn sich Informatikunterricht im Jahr 2015 an diesem oder so einem Buch orientiert, kann man genau genommen auch gleich darauf verzichten. Weder vermittelt man damit hilfreiche Grundlagen, noch macht man Lust darauf, mit informatischen Kenntnissen die Welt zu gestalten.

(Ich hoffe natürlich, dass die “Maker Days for Kids“, die digitale offene Werkstatt, die gleich nach Ostern in Reichenhall ihre Türe öffnet, allen Mitmacher/innen Spaß macht, Lust darauf, die Welt mitzugestalten und die Neugierde für informatische Themen weckt).

P.S. Ich habe nachgesehen: Zumindest von Oldenbourg wird dieses Buch in dieser Ausgabe weiterhin zum Verkauf angeboten bzw. gibt es das Buch bei Amazon keine neuere Version zu endecken (Auflage von 2004). Ich resigniere.

Mein österreichisches Lieblingswort der Woche: Faschiertes Lawal #lieblingswort

… und wenn meine Kollegen dann fragen: Wie nennt ihr das? – dann geht das Gehudere (Gekichere) los. Meine österreichischen Kollegen finden nämlich die bayerische Variante richtig lustig. :D

 

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Anmerkung: Ich wohne und lebe in Bayern, nur 5 km von der Grenze entfernt und viele Worte, die jemanden aus Berlin oder Bremen vielleicht “österreichisch” vorkommen sind im Bayerischen ebenso oder ähnlich im Gebrauch. Die Worte, die es mir angetan haben und die ich hier vorstelle, werden in der Regel aber nur in Österreich bzw. von Österreichern verwendet und ich finde sie bemerkenswert, mag sie, weil sie lustig klingen, überraschende Bedeutungen haben oder weil ich damit auch besondere Erinnerungen verbinde. Oft wusste ich einfach nicht, was meine österreichischen Freunde und Kollegen meinten – oder von mir wollten. Und ja: sicher gibt es vielleicht auch andere oder “bessere” Bedeutungen – bitte einfach kommentieren, wenn es nicht (ganz) passt, danke! (Ich bin keine Sprachwissenschaft(l)er/in – und Österreicherin ja (leider) auch nicht!)

Frühjahrsputz: Die TU Graz macht das OJS schick! #l3t #bildungsforschung

Ein Student von Martin Ebner bei der TU Graz, Rainer Maria Reitbauer, hat nun erfolgreich umgesetzt, was uns schon lange auf dem Herzen lag. Das “Open Journal System” ist das professionelle Zeitschriftenverwaltungssystem, dass bei unseren Projekten zum Einsatz kommt. Und das System kann ja vieles – aber eben auch vieles nicht. Und was das System z.B. leider bisher nicht konnte: Das Anzeigen und Einbetten von Beiträgen auf anderen Webseiten. Das ist nun ziemlich schick. Und funktioniert! Bisher für L3T:

http://l3t.tugraz.at/index.php/LehrbuchEbner10/article/viewFile/160/77

… und die Zeitschrift “bildungsforschung” – DANKE!

http://bildungsforschung.org/index.php/bildungsforschung/article/viewFile/178/pdf_14

Leider findet wordpress iframes doof, so dass ich hier ewig rumgemacht habe – und es einfach nicht klappen will. Aber es stand irgendwo, dass es in der Vorschau anders aussehen soll als nach der Veröffentlichung. Dann lass ich mich mal überraschen :D

Unterlagen: Wie Lernvideos das Lernen unterstützen – und warum und wie man sie selber machen sollte

Die Folien zum Vortrag:

 

  • Sandra Schön: Wie Lernvideos das Lernen unterstützen – und warum und wie man sie selber machen sollte. Vortrag auf der Tagung “Nicht nur fordern, sondern fördern – Lernförderliche Arbeitsgestaltung für lebensbegleitende Lernprozesse”, Wien, 23.3.2015

Einladung zur Get Online Week – Webinar-Reihe

Werdedigital.at unterstützt die “Get Online Week” mit einer Webinar-Reihe für jede/n: Höchste Zeit und beste Möglichkeit also, mal auszuprobieren, wie man bei einem Webinar mithören und -machen kann. Am Donnerstag, den 26.3. um 11.00 Uhr geht es um digitale Bildungsinnovationen – ua. mit mir. :o)

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