Mein österreichisches Lieblingswort der Woche: Saunaschinken #lieblingswort

… schon wieder was zum Essen :). Die Geschichte dazu: In meiner ersten Arbeitswoche habe ich es übernommen, die Brotzeit Jause beim Supermarkt ums Eck zu holen. Mein erster Auftrag lautete: “Ein Saunaschinkenweckerl mit Gurkerl“. Ich habe es mir notiert, weil ich mir sicher war, dass diese Bestellung Stille-Post-mäßig zu einer kollegialen Katastrophe führen könnte: Was davon hätte ich mir zuverlässig merken können? Dass ich mir diese simple Bestellung aufgeschrieben habe, hat nicht gerade dazu geführt, dass großes Zutrauen in die Umsetzung bestand. Beim Supermarkt erinnere ich mich dann daran, mit Karte zu zahlen wollen, habe dann gesagt “mit EC-Karte” “Wir nehmen nur Bankomat” “…ähm ich glaube das ist eine” (Das wäre wieder ein eigener Beitrag wert gewesen…!). Zahlen konnte ich dann nicht mit der Karte, weil es eine “deutsche Bankomat-Karte” war.  So habe ich dann halt das Kollegen-Weckerl mit meinem wenigen Bargeld bezahlt, prompt und perfekt geliefert (immerhin ein Stereotyp erfüllt) und habe selbst auf meine  Jause Brotzeit verzichtet, der guten Stimmung willen. Lehrgeld … :D ) – Ach und Ihr wolltet eigentlich wissen, was Saunaschinken ist?

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Anmerkung: Ich wohne und lebe in Bayern, nur 5 km von der Grenze entfernt und viele Worte, die jemanden aus Berlin oder Bremen vielleicht “österreichisch” vorkommen sind im Bayerischen ebenso oder ähnlich im Gebrauch. Die Worte, die es mir angetan haben und die ich hier vorstelle, werden in der Regel aber nur in Österreich bzw. von Österreichern verwendet und ich finde sie bemerkenswert, mag sie, weil sie lustig klingen, überraschende Bedeutungen haben oder weil ich damit auch besondere Erinnerungen verbinde. Oft wusste ich einfach nicht, was meine österreichischen Freunde und Kollegen meinten – oder von mir wollten. Und ja: sicher gibt es vielleicht auch andere oder “bessere” Bedeutungen – bitte einfach kommentieren, wenn es nicht (ganz) passt, danke! (Ich bin keine Sprachwissenschaft(l)er/in – und Österreicherin ja (leider) auch nicht!)

Mein österreichisches Lieblingswort der Woche: Weiters #lieblingswort

Taucht dieses Wort in einem Text auf, kann man Wetten darauf abschließen: Es gibt einen österreichischen Autor, eine österreichische Autorin. Und das lustige ist: Es wird in der Regel von Österreichern gar nicht als “typisch österreichisch” wahrgenommen, auch weil es eben selbstverständlich in Texten verwendet wird.

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Anmerkung: Ich wohne und lebe in Bayern, nur 5 km von der Grenze entfernt und viele Worte, die jemanden aus Berlin oder Bremen vielleicht “österreichisch” vorkommen sind im Bayerischen ebenso oder ähnlich im Gebrauch. Die Worte, die es mir angetan haben und die ich hier vorstelle, werden in der Regel aber nur in Österreich bzw. von Österreichern verwendet und ich finde sie bemerkenswert, mag sie, weil sie lustig klingen, überraschende Bedeutungen haben oder weil ich damit auch besondere Erinnerungen verbinde. Oft wusste ich einfach nicht, was meine österreichischen Freunde und Kollegen meinten – oder von mir wollten. Und ja: sicher gibt es vielleicht auch andere oder “bessere” Bedeutungen – bitte einfach kommentieren, wenn es nicht (ganz) passt, danke! (Ich bin keine Sprachwissenschaft(l)er/in – und Österreicherin ja (leider) auch nicht!)

Crazy stuff: One paper. 101 authors.

No, it wasn’t me :D – I was not my idea, neither Martin’s. But of course we did not hesitate when we were asked to co-author a paper with 100 authors (from all over the world). The crazy person who organize this all is Abdul Al Lily. He is currently the guy that collects, edits, etc. all comments to our second version of the paper. YES, THIS IS NO JOKE. I really appreciate his idea and hope he will get through all of this. And I am looking forward to the paper (and hope that it will be accepted :D – and: cited! with all names! :D)

 

Mein österreichisches Lieblingswort der Woche: Großer Schwarzer #lieblingswort

Es wird mein einziger Beitrag zum Kaffeehausgeschehen sein, als typischer Deutscher ist eine Wiener Karte mit heißen Getränken einfach zunächst ein einziges Rätsel. Obwohl doch irgendwie dann auch wieder alles klar ist, oder? (Und ich trink lieber einen kleinen Braunen. Oder gleich eine Melange).

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Anmerkung: Ich wohne und lebe in Bayern, nur 5 km von der Grenze entfernt und viele Worte, die jemanden aus Berlin oder Bremen vielleicht “österreichisch” vorkommen sind im Bayerischen ebenso oder ähnlich im Gebrauch. Die Worte, die es mir angetan haben und die ich hier vorstelle, werden in der Regel aber nur in Österreich bzw. von Österreichern verwendet und ich finde sie bemerkenswert, mag sie, weil sie lustig klingen, überraschende Bedeutungen haben oder weil ich damit auch besondere Erinnerungen verbinde. Oft wusste ich einfach nicht, was meine österreichischen Freunde und Kollegen meinten – oder von mir wollten. Und ja: sicher gibt es vielleicht auch andere oder “bessere” Bedeutungen – bitte einfach kommentieren, wenn es nicht (ganz) passt, danke! (Ich bin keine Sprachwissenschaft(l)er/in – und Österreicherin ja (leider) auch nicht!)

Frohe Ostern!

Wir sind zwar schon im Maker-Days-Fieber, aber natürlich an alle: Frohe Ostern!

Mein österreichisches Lieblingswort der Woche: Gurkerl #lieblingswort

Wer in Österreich eine Semmel (=Brötchen, für alle jenseits der Semmel-Grenze) mit Wurst und Gurke bestellt, könnte eine belegte Semmel – und eine Salatgurke in die Hand gedrückt bekommen. Essiggurken, zumal aufgeschnitten und als Belag für Semmeln und Co. sind einfach: Gurkerl. Gurkerl gibt es auch auf dem Fussballplatz zu bestaunen – übrigens auch auf der bayerischen Seite der Grenze heißt das so, zumindest hier im Grenzgebiet! – wenn der Ball zwischen den Beinen durchflutscht. Ich habe mir sagen lassen, dass das weiter nördlich dann “tunneln” ist.

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Anmerkung: Ich wohne und lebe in Bayern, nur 5 km von der Grenze entfernt und viele Worte, die jemanden aus Berlin oder Bremen vielleicht “österreichisch” vorkommen sind im Bayerischen ebenso oder ähnlich im Gebrauch. Die Worte, die es mir angetan haben und die ich hier vorstelle, werden in der Regel aber nur in Österreich bzw. von Österreichern verwendet und ich finde sie bemerkenswert, mag sie, weil sie lustig klingen, überraschende Bedeutungen haben oder weil ich damit auch besondere Erinnerungen verbinde. Oft wusste ich einfach nicht, was meine österreichischen Freunde und Kollegen meinten – oder von mir wollten. Und ja: sicher gibt es vielleicht auch andere oder “bessere” Bedeutungen – bitte einfach kommentieren, wenn es nicht (ganz) passt, danke! (Ich bin keine Sprachwissenschaft(l)er/in – und Österreicherin ja (leider) auch nicht!)

Das Informatik-Schulbuch meiner Töchter: Werft es weg – oder schafft den Informatik-Unterricht ab, denn so kann man auch gut darauf verzichten!

Schon letztes Jahr hatte das Buch die Große, dieses Jahr meine Zweitälteste. Und dieses Jahr kann ich es einfach nicht lassen und blogge ausführlicher darüber. Das Buch “Ikarus Informatik 6/7″ von Oldenbourg ist aus dem Jahr 2004. Meine jüngere Tochter ist 12, d.h. das Buch ist zwei Jahre jünger. Das Buch wird in ihrem Informatikunterricht genutzt – an einem bay. Gymnasium, 7. Jahrgangsstufe, im Schuljahr 2014/2015.

(Anmerkung für meine österr. Leser/innen: In Deutschland ist es üblich, dass Schulbücher über Generationen von Kindern weitergereicht werden, d.h. man darf auch nichts reinschreiben und sie sind nicht als Arbeitsunterlage, sondern eher als Nachschlagewerke gestaltet. )

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Das Buch kann weg! (Es ist doch kein Geschichtsunterricht!)

Im Buch brauchen E-Mail mehrere Minuten, da gibt es Diskettenlaufwerke und Audio-CDs und es werden Remote-Access-Einstellungen abgebildet (PPP) bei denen ich in die Klamottenkiste greife, wenn ich erkläre: “Als wir das genutzt haben hingen die Rechner noch am Kabel und wenn man ins Internet wollte, hat das Modem gepiepst”. – Das Buch stammt aus einer Zeit ohne mobiles Internet, W-Lan oder Smartphones. Gut, dafür kann das Buch nichts – und auch nicht die Autoren. Hier ist die Schule bzw. der Schulträger gefragt – und auch die Lehrer: Dieses Buch muss weg, wenn man nicht die Geschichte der Informations- und Kommunikationstechnologien des letzten Jahrtausend im Unterricht thematisieren möchte.

Fehlanzeige beim Buch: Medienkompetentes Handeln

Was dann dazu kommt, sind Fehler (“Ab 100 Folien pro Sekunde hast du einen Film”) und richtig weh tut das (medien-)pädagogische Herz bei den Verhaltensregeln für das Internet: “Benutze deinen wirklichen Namen, kein Pseudonym! Seine wahre Identität hinter einem Pseudonym zu verbergen ist feige.” Hätte das nicht schon längst mal ein Lehrer im Unterricht in allen Exemplaren des Schulbuchs durchstreichen lassen müssen? (Zwar wird das für “Chat-Rooms” relativiert, aber … )

Objektorientierung. Ähm. Ja.

Objektorientierte Programmierung war in meinem Studium (ist schon ein bisschen länger her, eigentlich) gerade neu in den Einführungsveranstaltungen für Informatiker im Nebenfach wie mich. Nur wenn ich diesen Hintergrund nicht hätte: Ich würde glaube ich nicht verstehen, warum in diesem Buch ständig alles (also z.B. E-Mail, Ordnerstrukturen, …) mit Hilfe von Attributen und co. erklärt würde. Nur: Ob die Schüler/innen verstehen, warum das immer und immer wieder Thema ist, ohne dass sie eine objektorientierte Programmiersprache kennenlernen? Und ob man so leichter eine objektorientierte Sprache lernt? Ich zweifle. (andere sind auch unglücklich). Und natürlich auch hier der Hinweis: Das Buch kann an dieser Stelle vermutlich gar nichts “dafür”, die objektorientierte Programmierung ist (so denke ich, habe nicht nachgeschaut) im Lehrplan verankert.

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Die Informatik braucht kein Buch, v.a. nicht so ein Buch – genauso wenig wie das Fach Sport und Kunst!

Wenn ich mir das Buch ansehe, und das liegt nicht nur daran, dass es hoffnungslos veraltet ist, verstehe ich sehr gut, dass meiner Großen völliges Unverständnis der Mitschülerinnen entgegenschlägt, wenn sie sagt, dass sie gerne programmiert und Spaß an Technik hat. Für mich zeigt das Buch schön (unabhängig davon, dass es veraltet ist), wie einfach es dem System Schule gelingt, ein eigentlich cooles Thema didaktisch “aufzuarbeiten”, dass es dann einfach nur – unspannend ist. (Was natürlich keine Wertung des Informatikunterrichts selbst ist, was der Lehrer daraus macht, kann ich nicht beurteilen – ich seh NUR das Buch!) Und überhaupt: Wer braucht bitte ein Buch in der Informatik? Also: Ein Schulbuch? Gibt’s das denn im Sportunterricht? Oder in Kunst? Achso, an den Computer können die Kinder ja nicht gehen, gibt ja so wenige? Und da sind dann immer alle unruhig? Und der Lehrer kennt sich da auch nicht soo gut aus? Unterricht muss quasi mit dem Schulbuch stattfinden, weil es nicht anders geht – oder – wie?

Ihr wollt/könnt nicht auf das Schulbuch verzichten?

Ernsthaft: Dann lasst das einfach mit dem Schulfach Informatik sein. So bringt’s das auch nicht. Wenn sich Informatikunterricht im Jahr 2015 an diesem oder so einem Buch orientiert, kann man genau genommen auch gleich darauf verzichten. Weder vermittelt man damit hilfreiche Grundlagen, noch macht man Lust darauf, mit informatischen Kenntnissen die Welt zu gestalten.

(Ich hoffe natürlich, dass die “Maker Days for Kids“, die digitale offene Werkstatt, die gleich nach Ostern in Reichenhall ihre Türe öffnet, allen Mitmacher/innen Spaß macht, Lust darauf, die Welt mitzugestalten und die Neugierde für informatische Themen weckt).

P.S. Ich habe nachgesehen: Zumindest von Oldenbourg wird dieses Buch in dieser Ausgabe weiterhin zum Verkauf angeboten bzw. gibt es das Buch bei Amazon keine neuere Version zu endecken (Auflage von 2004). Ich resigniere.

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