Bündnis freie Bildung: Bildungsarbeit durch freie Lizenzierung stärken: Beteiligung an der Online-Konsultation zum „Telemedienauftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks“

Mit den Kolleginnen und Kollegen des Bündnis Freie Bildung habe ich unsere Sicht auf den „Telemedienauftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks“ beschrieben.

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Kindergartenkindereinfach! Teil 2 – Das Labyrinth #kindoergarten

Für kindOERgarten.de sichten wir natürlich jede Menge Sammlungen und Arbeitshefte und entwickeln vieles. Und meine Jüngste muss alles testen, sie nennt das auch selbst „ich arbeite“. Ich frage sie dann z.B. ob ihr eine Aufgabe Spaß macht usw. So eine kritische Grundhaltung scheint wichtig zu sein, vor kurzem kam sie zu mir und meinte: Die Aufgabe ist Quatsch. Sie meinte damit kein kindOERgarten-Entwurfs-Arbeitsblatt, sondern ihr neues „Mermaids“ (Filly)-Heft. (…auch gar nicht günstig).

Ihr Problem:

Ich sagte sie hätte recht, es sei nicht zu lösen und die von der Zeitschrift hätten das nicht gut getestet. Die Jüngste fand dann aber doch noch eine Lösung: Man muss unter dem Pferd durch. Na dann, dient das Heft wenigstens der kreativen Lösungsfindung! 🙂

Okay. Ich werde mehr dichten. Das hat Potential! #kindOERgarten

Ich wollte schon längst mehr über das Projekt kindOERgarten bloggen. Warum wir OER für das Kindergartenalter brauchen. Was für seltsame Angebote es für Kinder gibt (auch zu kaufen). Dass wir schon erfolgreich die Anfrage gestellt haben ob wir das Berliner Sprachlerntagebuch auch unter der Lizenz CC 0 veröffentlichen können. …

Heute schaue ich aber verwundert in die Statistik – bislang haben wir uns v.a. darum gekümmert, dass wir mal erste Arbeitsblätter haben (bis Ende des Sommers werden wöchentlich neue erscheinen, soweit sind wir schon) – und: Ich denke ich werde jetzt umsatteln. Geht das, so professionelle Kindergartenreimerin? Zumindest kommt der Kri-Kra-Krabbelkäfer sehr gut an 😀

Makerspaces an Schulen … es geht voran! #fasw #phtg #making

Letztes Wochenende war es so weit und der erste richtig große Makerspace an einer deutschen Schule, an der Freien Aktiven Schule Wülfrath, wurde eröffnet – ganz herzliche Gratulation an die Verantwortlichen dort, vor allem an Mathias Wunderlich!

Und gestern durfte ich dann in einem Vorhaben der PH Thurgau und weiteren Partnern mitdenken, wie Schweizer Primarschulen Makerspaces aufbauen könnten bzw. wie sie gestaltet sein müssten – und habe über ganz konkrete Pläne zu einem „Kreativhaus“ in einer Schweizer Schule (eine alte Turnhalle wird dort als Makerspace + Bib + Küche neu konzipiert) erfahren.

… und nebenbei auch mit zwei sympathischen Schweizer Kollegen mit Hilfe von Lego Serious Play einen Makerspace konzipiert: Zentral im Schulgarten, mit direktem Anschluss an alle Klassenzimmer (man darf ja auch spinnen!), voller Sensortechnik und Solarpanels, Energie-autark und eingebunden in das schuleigene Müllvermeidungs- und Upcycling-Modell, mit freiem Wlan, interdisziplinär und den notwendigen Finanzmitteln, Torte sowieso … was man sich so zusammenträumt und was dann ja doch … vielleicht … zukünftig .. am ein oder anderen Ort realisiert wird.

MOOC-Dropouts – Feedback einer Aussteigerin

Dropouts bei MOOCs hängen von vielen Faktoren ab. Zum Beispiel ist das Lernen unverbindlich – finanziell, wenn der Kurs nichts kostet und meist auch sozial: Kennt einen ja eh niemand, ob man aussteigt oder nicht ist auch egal.

Weil Aussteiger/innen ja meist „weg“ sind ist es allerdings schwer, kursbezogene Rückmeldungen zu erhalten. Deshalb bin ich froh, über das folgende Statement zu „Gratis Online Lernen“. Gleich vorneweg geht es um die Gestaltung der Videos.

Obwohl ich Sketchnote- Videos sehr mag, fand ich es im Online-Kurs eher ermüdend. Gute Sketchnotevideos zeichnen sich durch einen Videoteil am Beginn aus, wo eine Person, mit der Mann sich identifizieren kann, das Ziel des Videos bzw. das Thema kurz darstellt. Der Sketchnoteteil wirkt unterstützend zur Erklärung ODER ist selbsterklärend- dann aber ohne Worte. Sonst – und das ist bei mir passiert- fühlt man sich schnell als dumm hingestellt, was die Lernhaltung nicht fördert.  Am Ende folgt oft ein Videoteil, der wichtige Erkenntnisse zusammenfasst und einen Ausblick gibt, was sich aus dem Thema noch ergibt ( indem Fall vllt. Was nächste Woche folgt und warum)
Weiter fühlte ich mich durch das Ausfragen am Ende der Tests recht genervt! Es hat sich nach „Datenerpressung“ angefühlt. Sehr unangenehm… Das war dann auch der Grund den Kurs nicht anzuschließen… Sorry.

Ich hoffe Ihnen hilft diese ehrlich und wertschätzend gemeinte Kritik weiter den Online- Kurs weiter zu entwickeln.

Ich find es spannend, so eine Rückmeldung zu bekommen, auch gerade weil ich sie gar nicht richtig verstehe. Und dass wir die Kurse wissenschaftlich begleiten (zum Teil auch müssen) ist natürlich eine Herausforderung. Und was ich oft zum Thema Lernvideos sage, gilt wohl noch verstärkt für MOOCs: Man muss die Videos bzw. die Referenten mögen, sonst ist’s einfach unwahrscheinlich, dass es einen Lernerfolg gibt.

Familienbeihilfe bei Grenzgängern … und wiedermal gibt es monatelang kein Kindergeld. #grenzgänger #familienbeihilfe #eu #kindergeld

Ja, es ist gibt sicherer wichtigeres zu debattieren, aber gerade weil es mich persönlich und viele andere Familien im Grenzraum und dem Status Grenzgänger betrifft, heute eine Kopie meiner Mail an den österreichischen Steuerombudsmann (und seiner Antwort). Gerade auch, weil viele gar nicht wissen, welche Probleme auf sie zu kommen können, wenn sie einen deutschen Wohnsitz habe, aber das Kindergeld (Familienbeihilfe) aus Österreich bekommen, weil von dort das Haupteinkommen stammt, quasi als Warnung. Und gerade auch, weil Grenzgänger-Anliegen trotz aller Euregio-Einrichtungen einfach keine Lobby haben: In der Regel sind wir dort, wo wir Beschwerden anbringen möchten, ja entweder keine Wähler und/oder die „eigenen“ Behörden fühlen sich/sind nicht zuständig und/oder man ist Ausländer. Es ist kompliziert. Zur Sache:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ein Verbesserungsvorschlag, der die Situation der Grenzgänger-Familien drastisch verbessern würde; in Salzburg wurde mir mitgeteilt, dass hierfür das Ministerium in Wien zuständig ist und nicht die Salzburger Behörde.

In regelmäßigen Abständen werden die Zahlungen der Familienbeihilfe bei den sog. Grenzgänger/innen mit dt. Wohnsitz und Anspruch auf Familienbeihilfe in Österreich mit Deutschland überprüft. „Erkennen“ können das Familien, die in Deutschland leben daran, dass sie in der Regel dazu aufgefordert werden Nachweise zu überbringen über Arbeitgeber, Wohnsitz, Schulbesuch der Kinder. Was NICHT im entsprechenden Brief steht ist, dass damit AUTOMATISCH die Zahlung der Familienbeihilfe ausgesetzt wird (!!!), bis die entsprechenden Unterlagen eingegangen sind, auch wenn diese fristgerecht eingehen, UND die entsprechende (in Salzburg anscheinend: EINE) Angestellte die entsprechenden Abgleiche mit den deutschen Behörden vorgenommen hat. Laut Auskunft wird dieser Prozess nun bei mir „mehrere Monate dauern, damit können Sie rechnen“.

Ich halte die Aussetzung der Zahlung selbst als absolut fragwürdig, da ich mir ja nichts zuschulde kommen haben lasse. Zudem ist die Familienbeihilfe ja in den meisten Familien, v.a. bei Alleinerziehende und Mehrkindfamilien existenziell notwendiger Bestandteil des Einkommens.

Ich möchte Sie dringend bitten, diese Praxis zu überdenken und anzupassen, und IN JEDEM FALL SOFORT im Schreiben an die Eltern in Deutschland auf die Aussetzung HINZUWEISEN, so dass z.B. bei den Banken unkompliziert um Kleinkredite angesucht werden kann um die monatelangen Ausfälle zu kompensieren.

Mit freundlichen Grüßen
Sandra Schön

Und übrigens kam eine sehr schnelle und optimistisc stimmende E-Mail aus Wien als Antwort:

S.g. Frau Dr. Schön!

Danke für die Nachricht. Es gibt tatsächlich derzeit eine Arbeitsgruppe im Ministerium, um die Überprüfungen der Familienbeihilfen zu verbessern. Da ist dieser Einwand sehr gut! DANKE!

Mit freundlichen Grüßen

Dann schaun wir mal, was daraus wird… Da ist vielleicht noch zu ergänzen: Kindergeld ist keine Sozialleistung.

Bild von pixabay (CC0)

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