Happy New Year 2016!

Die Weihnachtsfeiertage sind vorbei – und ich habe sie dieses Jahr mehr als nötig gebraucht. Eigentlich hätte ich wohl auch während der Feiertage arbeiten sollen, denn nun stapeln sich die Aufgaben wieder ganz schön – und ich habe als ersten Schritt im Jahr 2016 schon einige Dinge gestoppt oder verschoben. Ich würde mir gerade vor allem mehr Zeitraum wünschen, aber vielleicht klappts damit später im Jahr.

Für 2016 sind schon schöne Projekte im Laufen oder geplant, v.a. hoffe ich auf einen Projektantrag, der jedoch erst noch eingereicht werden muss – dazu dann später aber mehr.

Beim Silvester-Feiern mit Martin Ebner und Co. sind ein paar neue Gedanken und Ideen entstanden und müssen noch ein wenig weitergesponnen werden. Mal sehen, was daraus wird! Euch allen ein schönes, gesundes, kreatives 2016 – es soll Euch nur Gutes bringen und niemanden nehmen!

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Jahresrückschau 2015

Auch das Jahr 2015 war ein arbeitsintensives und ereignisreiches Jahr – und mit dem “Österreichischen Staatpreis für Erwachsenenbildung 2015 (Kategorie Digital Literacy)” endete es auch fulminant mit einer echten “once in a Lifetime” Auszeichnung.  Inhaltlich war es für mich ein Abenteuer zu sehen, wie OER auf einmal als Thema abhebt, und ich hoffe, es ist nicht zu viel Hype dabei, sondern die dringende Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit. Und für mein zweites Lieblingsthema “Making” zeigt sich in der Rückschau: Das ist ein spannendes Thema und das wird auch noch ein ganz großes Thema. Das macht Spaß, so zu arbeiten!

In der Rückschau war es Jahr voller Projekte rund um Lieblingsthemen und es gab – v.a. beim Making – so vieles zu entdecken und zu lernen, auch habe ich etliche neue spannende Personen kennen lernen dürfen. Zeit für ein bisschen Ruhe über die Feiertage und meine Familie. :-)

 

 

Einladung zum Webtalk am 5.11.15: Was treibt die Erwachsenenbildung voran? Was kommt auf uns zu?

teaser-webtalk-180Vielleicht mag jemand zuhören? Ich sollte mir auf alle Fälle noch schleunigst was schlaues einfallen lassen ;-)

Aufbauend auf die Ausgabe 25 veranstaltet erwachsenenbildung.at eine Online-Diskussion, zu der wir insbesondere Sie als AutorInnen dieser Ausgabe sehr herzlich einladen möchten:

Beim wEBtalk am 5. November 2015, von 14.00 bis ca. 15.00 sind Sie eingeladen online mit Lorenz Lassnigg, Sabine Schmidt-Lauff und Sandra Schön zu diskutieren: Was treibt die Erwachsenenbildung voran? Was kommt auf uns zu? Und: wie lässt sich das Morgen gestalten?

Die Online-Veranstaltung findet unter: https://proj.adobeconnect.com/bifeb statt. Ab 13.30 Uhr können Sie den Online-Raum betreten und Chat, Headset oder Webcam sowie die Möglichkeiten im Online-Raum testen.

Nähere Informationen finden Sie unter http://erwachsenenbildung.at/aktuell/nachrichten_details.php?nid=8268.

Alma Mater #LMU: Bitte erkennt den Doktor-Titel ab. Aber schnell #Plagiat

Zwei Jahre nach mir ist eine Dame an der LMU am gleichen Institut promoviert worden, die das zweifelsohne nicht verdient hat. Nun kann ich mir durchaus vorstellen, dass die Prüfer hier sich die Dreistigkeit des Plagiats nicht vorstellen konnten (Man will sich das ja auch einfach gar nicht vorstellen!). Nur: Die Sache ist laut Prüfungsordnung verjährt, der Titel bleibt. Ich kann das nicht glauben. Meine Alma Mater tut sich damit sicher keinen Gefallen, der Wissenschaft erweist sie einen Bärendienst.

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(c) Vroniplag – URL: http://de.vroniplag.wikia.com/wiki/Xg (2.10.15)

Fünf Jahre altes Interview (Podcast) zu OER. Sachen gibt’s!

Sowas, weiß gar nicht wie, aber ich bin auf ein altes Interview gestoßen – zu OER! Und fünf Jahre ist das nun her! Seitdem hat sich nun doch einiges verändert und entwickelt, trotzdem sind die Einschätzungen von damals gar nicht so sehr daneben. :-)

Aus der Beschreibung beim Bildungserver:

Dr. Sandra Schön ist seit 2006 als Projektmanagerin bei der Salzburg Research Forschungsgesellschaft und hat sich im Rahmen einiger Forschungsarbeiten mit Fragestellungen zu Open Educational Resources (OER) beschäftigt. Im vorliegenden Podcast geht es um Aspekte des Wissensaustausches. Mit wem tausche ich mich überhaupt gerne aus? Was habe ich selbst davon, wenn ich mein Wissen teile? Wie verlässlich ist das Wissen der Anderen? Ist die Wissensteilung in Deutschland überhaupt erwünscht? Im Jahr 2010 gab Sandra Schön in einem 6-minütigen Podcast Auskunft zu diesen Fragen.

Das Informatik-Schulbuch meiner Töchter: Werft es weg – oder schafft den Informatik-Unterricht ab, denn so kann man auch gut darauf verzichten!

Schon letztes Jahr hatte das Buch die Große, dieses Jahr meine Zweitälteste. Und dieses Jahr kann ich es einfach nicht lassen und blogge ausführlicher darüber. Das Buch “Ikarus Informatik 6/7” von Oldenbourg ist aus dem Jahr 2004. Meine jüngere Tochter ist 12, d.h. das Buch ist zwei Jahre jünger. Das Buch wird in ihrem Informatikunterricht genutzt – an einem bay. Gymnasium, 7. Jahrgangsstufe, im Schuljahr 2014/2015.

(Anmerkung für meine österr. Leser/innen: In Deutschland ist es üblich, dass Schulbücher über Generationen von Kindern weitergereicht werden, d.h. man darf auch nichts reinschreiben und sie sind nicht als Arbeitsunterlage, sondern eher als Nachschlagewerke gestaltet. )

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Das Buch kann weg! (Es ist doch kein Geschichtsunterricht!)

Im Buch brauchen E-Mail mehrere Minuten, da gibt es Diskettenlaufwerke und Audio-CDs und es werden Remote-Access-Einstellungen abgebildet (PPP) bei denen ich in die Klamottenkiste greife, wenn ich erkläre: “Als wir das genutzt haben hingen die Rechner noch am Kabel und wenn man ins Internet wollte, hat das Modem gepiepst”. – Das Buch stammt aus einer Zeit ohne mobiles Internet, W-Lan oder Smartphones. Gut, dafür kann das Buch nichts – und auch nicht die Autoren. Hier ist die Schule bzw. der Schulträger gefragt – und auch die Lehrer: Dieses Buch muss weg, wenn man nicht die Geschichte der Informations- und Kommunikationstechnologien des letzten Jahrtausend im Unterricht thematisieren möchte.

Fehlanzeige beim Buch: Medienkompetentes Handeln

Was dann dazu kommt, sind Fehler (“Ab 100 Folien pro Sekunde hast du einen Film”) und richtig weh tut das (medien-)pädagogische Herz bei den Verhaltensregeln für das Internet: “Benutze deinen wirklichen Namen, kein Pseudonym! Seine wahre Identität hinter einem Pseudonym zu verbergen ist feige.” Hätte das nicht schon längst mal ein Lehrer im Unterricht in allen Exemplaren des Schulbuchs durchstreichen lassen müssen? (Zwar wird das für “Chat-Rooms” relativiert, aber … )

Objektorientierung. Ähm. Ja.

Objektorientierte Programmierung war in meinem Studium (ist schon ein bisschen länger her, eigentlich) gerade neu in den Einführungsveranstaltungen für Informatiker im Nebenfach wie mich. Nur wenn ich diesen Hintergrund nicht hätte: Ich würde glaube ich nicht verstehen, warum in diesem Buch ständig alles (also z.B. E-Mail, Ordnerstrukturen, …) mit Hilfe von Attributen und co. erklärt würde. Nur: Ob die Schüler/innen verstehen, warum das immer und immer wieder Thema ist, ohne dass sie eine objektorientierte Programmiersprache kennenlernen? Und ob man so leichter eine objektorientierte Sprache lernt? Ich zweifle. (andere sind auch unglücklich). Und natürlich auch hier der Hinweis: Das Buch kann an dieser Stelle vermutlich gar nichts “dafür”, die objektorientierte Programmierung ist (so denke ich, habe nicht nachgeschaut) im Lehrplan verankert.

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Die Informatik braucht kein Buch, v.a. nicht so ein Buch – genauso wenig wie das Fach Sport und Kunst!

Wenn ich mir das Buch ansehe, und das liegt nicht nur daran, dass es hoffnungslos veraltet ist, verstehe ich sehr gut, dass meiner Großen völliges Unverständnis der Mitschülerinnen entgegenschlägt, wenn sie sagt, dass sie gerne programmiert und Spaß an Technik hat. Für mich zeigt das Buch schön (unabhängig davon, dass es veraltet ist), wie einfach es dem System Schule gelingt, ein eigentlich cooles Thema didaktisch “aufzuarbeiten”, dass es dann einfach nur – unspannend ist. (Was natürlich keine Wertung des Informatikunterrichts selbst ist, was der Lehrer daraus macht, kann ich nicht beurteilen – ich seh NUR das Buch!) Und überhaupt: Wer braucht bitte ein Buch in der Informatik? Also: Ein Schulbuch? Gibt’s das denn im Sportunterricht? Oder in Kunst? Achso, an den Computer können die Kinder ja nicht gehen, gibt ja so wenige? Und da sind dann immer alle unruhig? Und der Lehrer kennt sich da auch nicht soo gut aus? Unterricht muss quasi mit dem Schulbuch stattfinden, weil es nicht anders geht – oder – wie?

Ihr wollt/könnt nicht auf das Schulbuch verzichten?

Ernsthaft: Dann lasst das einfach mit dem Schulfach Informatik sein. So bringt’s das auch nicht. Wenn sich Informatikunterricht im Jahr 2015 an diesem oder so einem Buch orientiert, kann man genau genommen auch gleich darauf verzichten. Weder vermittelt man damit hilfreiche Grundlagen, noch macht man Lust darauf, mit informatischen Kenntnissen die Welt zu gestalten.

(Ich hoffe natürlich, dass die “Maker Days for Kids“, die digitale offene Werkstatt, die gleich nach Ostern in Reichenhall ihre Türe öffnet, allen Mitmacher/innen Spaß macht, Lust darauf, die Welt mitzugestalten und die Neugierde für informatische Themen weckt).

P.S. Ich habe nachgesehen: Zumindest von Oldenbourg wird dieses Buch in dieser Ausgabe weiterhin zum Verkauf angeboten bzw. gibt es das Buch bei Amazon keine neuere Version zu endecken (Auflage von 2004). Ich resigniere.

Es wird spannend. Das Bündnis Freie Bildung bezieht Stellung! #oer

Ja, das BMBF in Deutschland hat im letzten Jahr 2 Millionen für OER im Jahr 2015 fixiert. Und ja, der Hamburger Senat hat gestern auch große Sprünge angekündigt, eine OER-Initiative wurde da aus dem Norden Deutschlands angekündigt. Toll!

Zeit dafür, dass sie ja auch das “Bündnis für Freie Bildung”, positioniert? Achtung, Spoiler: Ja, es ist (bald) so weit! Wahrscheinlich heute noch. Wahrscheinlich ist die Meldung schon online, wenn dieser Post online geht. Oder in Kürze. Es ist spannend :-)

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